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BDÜ-Stand auf der EXPOLINGUA Berlin, 22./23. November 2019

Auch in diesem Jahr war der BDÜ LV Berlin-Brandenburg wieder mit einem Stand auf der EXPOLINGUA vertreten. Die Standbetreuung übernahmen auch die Vorstandsmitglieder Berthold Forssman und Luisa Callejón sowie Mitglieder des Landesverbandes – an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank!

BDÜ-Mitglied Stephan Gottschalk hielt einen viel beachteten und gut besuchten Vortrag über das Berufsbild des Dolmetschers und Übersetzers. Am Stand herrschte durchgehend Hochbetrieb, die Flyer und Werbemittel fanden reißenden Absatz. Und neben vielseitigen und spannenden Gesprächen mit Gästen und Besuchern kam auch der Spaß unter den Standbetreuern nicht zu kurz.

Ruhe vor dem Sturm :)
Foto: Maida Fischer
Vorstandsmitglied Dr. Luisa Callejon ist bereit für die Fragen der Besucher
Foto: Maida Fischer

BDÜ-Konferenz 2019 - 1000 waren geladen – und 1000 kamen!

1000 waren geladen – und 1000 kamen!

Mehr braucht man wohl kaum zu sagen zur beeindruckenden Teilnehmerzahl derer, die sich vom 22. –24. November in historischer Stätte im ehemaligen Plenarsaal und den angrenzenden Tagungsräumen des Bundestags in Bonn zur 3. internationalen Fachkonferenz des BDÜ versammelten. Beeindruckend waren hier jedoch nicht nur der Plenarsaal mit dem in Übergröße auf die Teilnehmer herabblickenden Bundesadler, sondern auch die Anzahl und Qualität der dargebotenen Beiträge.

Neben Dolmetschern und Übersetzern, Anbietern von Sprachdienstleistungen, Technik und Zubehör sowie Versicherungen für Dolmetscher und Übersetzer nahmen auch zahlreiche Vertreter aus Forschung und Lehre an der Konferenz teil. Es waren nahezu alle Zweige der Übersetzungsbranche vertreten.

Wie schon der Titel Dolmetschen und Übersetzen 4.0 – Neue Wege im digitalen ZeitalteR versprach, ging es bei dieser Konferenz vor allem um IT und Maschinelle Übersetzung (MÜ). Ich wurde auch hier nicht enttäuscht. Mein Bedarf an Informationen zur Maschinellen Übersetzung, zu CAT-Tools und zum Post-Editing, vor allem aber zur marktführenden Übersetzungsengine DeepL wurde mehr als gedeckt.

Ein kleiner Höhepunkt am Ende des zweiten Konferenztags waren die Verleihung des Hieronymus-Preises des BDÜ für beispielhaftes Handeln von Organisationen bzw. Unternehmen im Bereich der mehrsprachigen Kommunikation an den Sprachendienst der ZF Friedrichshafen AG sowie die Verleihung des Dr.-Stanisław-Gierlicki-Preises für herausragendes ehrenamtliches Engagement im BDÜ an Holker Schuster vom LV Bayern.

Die zahlreichen Äußerungen und Erwartungen zur Zukunft des Übersetzers waren unterschiedlich, doch ging die allgemeine Tendenz dahin, dass wir uns nicht entmutigen lassen dürfen. Der Beruf des Übersetzers ist nicht tot oder vom Aussterben bedroht, sondern das Berufsbild des Übersetzers befindet sich im Wandel. Der einzelne Übersetzer muss sich an die neue Marktsituation anpassen. Er muss im Umgang mit den neuesten Tools und Technologien vertraut sein. Das Netzwerken bzw. der Zusammenschluss mit anderen Übersetzern ist unumgänglich, will er sich auf Dauer im Kampf gegen die Maschine auf dem Markt behaupten.

Dies nur als ein kleiner Eindruck von der Konferenz. Die Organisation war wieder einmal hervorragend, und die Konferenz lässt sich einfach nur als gelungen bezeichnen.

Peter Krachenwitzer, 1. Vorsitzender des BDÜ LV Berlin-Brandenburg.

Konferenzzentrum in Bonn
Foto: Małgorzata Podskarbi
Willkommen.
Foto: Małgorzata Podskarbi
Die Teilnehmer lauschen der Präsidentin des BDÜ
Foto: Małgorzata Podskarbi
Konferenzpause
Foto: Małgorzata Podskarbi
Małgorzata Podskarbi im Konferenzraum
Foto: Małgorzata Podskarbi
Vortragsthema
Foto: Małgorzata Podskarbi
 
 

Vortrag Digitalisierung der Rechtsbranche: Legal Technology und die elektronische Akte

3. Fachkonferenz des BDÜ „Übersetzen und Dolmetschen 4.0 Neue Wege im digitalen Zeitalter“, 22. –24. November 2019

Konferenzzentrum
Foto: Małgorzata Podskarbi
Małgorzata Podskarbi im Konfernzzentrum
Foto: Małgorzata Podskarbi
Der Vortrag
Foto: Małgorzata Podskarbi

Digitalisierung der Rechtsbranche: Legal Technology und die elektronische Akte

Vortrag auf der 3. Fachkonferenz des BDÜ „Übersetzen und Dolmetschen 4.0 Neue Wege im digitalen Zeitalter“, 22. –24. November 2019 in Bonn

Wenn Legal Tech Tools den Juristenjob ersetzen

Viele Legal Tech-Firmen haben auf dem Markt bereits Fuß gefasst und bieten in Bereichen der Rechtsberatung, Rechtserkenntnis oder gar Rechtdurchsetzung Anwendungen der Legal Technology, kurz Legal Tech, an. Legal Chat Tools für automatisierte Rechtsberatung, für Sachverhaltsaufklärung und Prozessrisikoanalyse dürften bereits allgemein bekannt sein. Juristischen Laien werden auf Online-Portalen Tools für Streitschlichtung und Erstellung von Klageschriften angeboten und wenn Smart Contracts als „selbsterfüllende Verträge“ aus Textbausteinen digital zusammengestellt werden, passiert dies ohne Mitwirkung eines Juristen. Da viele juristische Dienstleistungen auf dem Markt durch die Legal Tech subsumiert werden und der juristische Laie sich am PC informieren kann, kommt der Rechtsanwalt weniger zum Zuge. Das steigende Angebot von Legal Tech-Anwendungen durch die IT-Unternehmen direkt an die Kunden bewirkt, dass auch Juristen sich mit der Digitalisierung ihrer Dienstleistungen auseinandersetzen müssen. Der wachsende Wettbewerbs- und Kostendruck in der Rechtsberatungsbranche und lässt das Eigeninteresse der Kanzleien an innovativen Technologien zur Erleichterung und Vereinfachung der eigenen Arbeit, steigen. Bereits heutzutage werden juristische Dokumente nicht nur digital erstellt und verwaltet, viel mehr helfen Algorithmen dabei, juristisch relevante Tatsachen zu erheben und zu analysieren, wodurch die manuelle Erstellung von juristischen Texten entfallen kann.

Für juristische Übersetzer kann das zur Folge haben, dass die klassischen Übersetzungsaufträge möglicherweise weniger bzw. nicht mehr erteilt werden und manche Rechtsanwaltskanzleien als Direktkunden wegbleiben. Anstelle dessen werden jedoch einmalige Übersetzungen von Textbausteinen benötigt, welche anschließend als riesige Datenmengen mit mehrsprachigem Inhalt in die Systeme der Künstlichen Intelligenz eingearbeitet werden.

Weniger betroffen durch die Digitalisierung bleiben u.a. beglaubigte Übersetzungen, seltene Rechtsgebiete, auf denen Synergien durch Standardisierung kaum möglich sind, komplexe Einzelfälle beispielsweise im Bereich des Familien-, Erb-, und Strafrechts und juristische Forschung.

Aktueller Stand zur Einführung der E-Akte in der Justiz

Im Juli 2019 wurde die elektronische Akte in Baden-Württemberg bereits eingeführt. Im Zuge der Digitalisierung der gesamten Justiz soll ab dem 01.01.2022 die elektronische Akte in allen Bundesländern eingeführt und zur Pflicht werden. Somit wird der gesamte elektronische Rechtsverkehr in allen Bundesländern für alle freien, mit Justizbehörden zusammenarbeitenden Berufe, verpflichtend. Ermächtigte Übersetzer und vereidigte Dolmetscher müssen sich anpassen. Um als Übersetzer am elektronischen Rechtsverkehr teilzunehmen, muss man dann über eine Signaturkarte mit einem Signaturkartenlesegerät verfügen. Die Übersetzung mit der Rechnung und dem Anschreiben muss in PDF/A-Format umgewandelt und die Übersetzung mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen werden. Unterschrift und Siegel werden nicht mehr benötigt. Die Übermittlung der Dokumente erfolgt dann via eine DE-Mail oder ein EGVP (elektronisches Gerichts- und Verwaltungspostfach).

Insgesamt soll die Arbeit dadurch erleichtert werden, dass auch Dolmetscher, nach Anmeldung mit einer SAFE-ID, die Möglichkeit der digitalen Akteneinsicht für die Vorbereitung auf Dolmetschereinsätze in Gerichtsverfahren bekommen.

Informationen zu allen anderen Themen mit den Skripten der Referentinnen und Referenten finden Sie in dem umfangreichen Tagungsband der 3. Fachkonferenz, erhältlich beim BDÜ Fachverlag.

Małgorzata Podskarbi, 2. Vorsitzende / Geschäftsführung

BDÜ LV Berlin-Brandenburg

Hieronymustag 2019

Das war der Internationale Übersetzertag

Am Hieronymustag (30.9.) bot der Landesverband Berlin-Brandenburg in der Alten Feuerwache in Kreuzberg eine etwa anderthalbstündige Veranstaltung zum Thema Dolmetschen im Gesundheits- und im Gemeinwesen. Nach einer kurzen und knackigen Einführung in die Thematik durch BDÜ-Vizepräsidentin Elvira Iannone (Ressort Dolmetschen) gab es eine szenische Lesung, die unbestritten das Highlight des Abends war.

Die Darstellung unterschiedlichster Dolmetschszenen hatte einige Zuschauer so beeindruckt, dass in der anschließenden Diskussion und in privaten Gesprächen der Ruf nach Wiederholung laut wurde. Schließlich müsse die Situation dieser Dolmetscher in das Bewusstsein des Personals von Ämtern, Behörden u.v.m. gerückt werden, hieß es von vielen Seiten.

Bravo an Annette Ramershoven, die die Lesung entwickelt hat, und ihre KollegInnen auf der Bühne! Nach dem Programm blieb noch Zeit für geselliges Zusammensein bei Wein, Sekt und Knabbereien, bis das Personal der Alten Feuerwache gegen 21 Uhr zum Abräumen anrückte.

Zu den fast 80 anwesenden Gästen zählten neben zahlreichen Mitgliedern aus dem Dolmetschbereich auch Integrationsbeauftragte und Vertreter verschiedener Berliner Organisationen, die sich in diesem Bereich engagieren. Ein großer Dank gilt Vorstandsmitglied Berthold Forssman, der die Moderation übernahm. Ein besonderer Dank ergeht an Vorstandsmitglied Anne Warwas für die Konzeption und Organisation des Abends. Wer sich gern an die Veranstaltung erinnern oder einen Eindruck des Abends verschaffen möchte, ist herzlich zur Betrachtung der Bilderstrecke eingeladen. Das Urheberrecht der Fotos liegt bei Vincent Roux.

Letzte Vorbereitungen in der Feuerwache.
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Stärkung vor dem Auftritt.
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Letzte Vorbereitungen
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Berthold Forssman begrüßt die Gäste
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Autorin Annette Rammershoven
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Vizepräsidentin Elvira Iannone führt in die Thematik ein.
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Szene der Lesung
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Szene der Lesung
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Szene der Lesung
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Szene der Lesung
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Szene der Lesung
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Szene der Lesung
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Szene der Lesung
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Szene der Lesung
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Wohlverdienter Applaus
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Anschließende Gesprächsrunde
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Anschließende Gesprächsrunde
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Ausklang des Abends
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Ausklang des Abends
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB
Ausklang des Abends
Foto: Vincent Roux für den BDÜ LV BB

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